Stand 22.10.2026: GGL sieht klare Wirkung bei Anzeigen · SEO bleibt offen · EU-Liste ohne Starttermin · 5 Marken ohne GGL-Erlaubnis · Wer steht auf der Whitelist?
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Lizaro: Darf der Anbieter in Deutschland Online-Glücksspiel anbieten?

Lizaro hat keine GGL-Erlaubnis und fehlt im offiziellen Register. Der Überblick erklärt den Rechtsrahmen, Googles Werberegeln und die geplante EU-Whitelist.

Von der Redaktion Lizenz Report 5 Min. Lesezeit
Lizaro:

Lizaro hat keine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Der Name fehlt im offiziellen Register der zugelassenen Anbieter. Nach Angaben von GoogleWatchBlog ist Online-Glücksspiel in Deutschland nur mit gültiger GGL-Lizenz erlaubt. Diese Bedingung erfüllt Lizaro nach dem Stand vom 22. Oktober 2026 nicht.

Lizaro: Was sich belegen lässt

Die Faktenlage zu Lizaro ist knapp, aber eindeutig:

  • Es liegt keine GGL-Erlaubnis vor.
  • Der Anbieter ist im offiziellen Register der zugelassenen Betreiber nicht aufgeführt.
  • Weitere Angaben zum Betreiber liegen uns nicht vor. Wir nennen sie deshalb nicht.

Derselbe Befund gilt auch für Spinboss. Eine Übersicht über Anbieter mit deutscher Zulassung finden Sie unter Online-Casinos mit deutscher Lizenz.

Der Rechtsrahmen seit 2021

Der neue Glücksspielstaatsvertrag ist im Juli 2021 in Kraft getreten, schreibt GoogleWatchBlog. Seitdem gilt eine klare Regel: ohne GGL-Lizenz kein legales Online-Glücksspiel. Werbung und die Platzierung in Suchmaschinen wie Google sind demnach nur unter bestimmten Bedingungen zulässig.

Für Spieler heißt das: Die Lizenz ist das entscheidende Kriterium. Eine professionelle Webseite oder ein hoher Platz in den Suchergebnissen ersetzt sie nicht. Wie die Prüfung praktisch funktioniert, erklärt der Beitrag zur GGL-Whitelist.

Googles Werberegeln für Glücksspiel

Google hat seine Richtlinie für Glücksspielwerbung in Deutschland laut GoogleWatchBlog im September 2024 überarbeitet. Die wichtigsten Punkte:

  1. Über Google Ads dürfen nur noch Betreiber mit GGL-Lizenz Anzeigen schalten.
  2. Vergleichsportale, die auf nicht lizenzierte Plattformen verlinken, sind ausgeschlossen.
  3. Die Änderung ging aus einem direkten Austausch zwischen Google und der GGL hervor.

Gaming Intelligence datiert das Update auf den 25. September. Ein Jahr nennt der Artikel nicht. Die Regel trifft dort ausdrücklich auch Affiliate-Seiten. Die GGL arbeitet nach dieser Darstellung seit 2023 eng mit Google zusammen. Das führte zu konstruktiven Gesprächen und schließlich zur neuen Richtlinie.

Warum Anzeigen strenger geregelt sind als die normale Suche, erklärt GoogleWatchBlog so: Google betreibt die Werbefläche und kann dafür unter Umständen haftbar gemacht werden.

Wie die GGL die Wirkung einschätzt

Die GGL zieht eine positive Zwischenbilanz. In den ersten Wochen nach Inkrafttreten stellte sie laut Gaming Intelligence keine bezahlten Anzeigen nicht lizenzierter Betreiber fest. Auch nicht zugelassene Affiliates fielen nicht mehr auf. GoogleWatchBlog berichtet, Anzeigen für illegales Glücksspiel seien deutlich zurückgegangen, vor allem auf Vergleichsportalen.

GGL-Chef Ronald Benter sieht demnach eine „clear effect“, also eine klare Wirkung. Die Behörde will die Entwicklung beobachten und mit Google im Gespräch bleiben. Ziel sind weitere Einschränkungen für illegale Anbieter.

Hinweis zur Bezeichnung: GoogleWatchBlog nennt Benter „Vorstand“, Gaming Intelligence „chief executive“. Gemeint ist dieselbe Person.

Suchergebnisse: Sichtbarkeit beweist keine Legalität

Die Anzeigenregel schließt nur einen Teil der Lücke. Bei der organischen Suche gelten andere Mechanismen. GoogleWatchBlog beschreibt zwei Probleme:

  • Lizenzierte Anbieter sind trotz Legalität bei Google wenig sichtbar.
  • Oft dominieren ausländische Seiten oder Portale ohne rechtlich abgesicherte Inhalte.

Die Platzierung hängt weiterhin stark von Suchmaschinenoptimierung ab. Deshalb können auch Betreiber ohne Lizenz gut auffindbar sein. Laut Gaming Intelligence erreichen manche Schwarzmarktanbieter hohe Rankings durch intensives Linkmarketing oder durch Manipulation der Ergebnisse. Die GGL sieht hier weiter Anlass zur Sorge. Nach GoogleWatchBlog erkennt Benter beim Thema SEO zusätzlichen Handlungsbedarf.

Ein Treffer ganz oben sagt also nichts darüber, ob ein Anbieter erlaubt ist. Das gilt auch für Lizaro. Mehr zu nicht zugelassenen Angeboten steht in der Liste illegaler Online-Casinos.

EU-Whitelist: angekündigt, aber noch ohne Termin

Die niederländische Behörde Kansspelautoriteit (KSA) baut nach eigener Aussage gemeinsam mit Google eine EU-weite Liste lizenzierter Anbieter auf. Das berichtet AffPapa. Google soll damit nicht lizenzierte Werbetreibende erkennen und blockieren können. KSA-Vorsitzender Michel Groothuizen machte den Plan am 14. Oktober 2026 in einem Kommentar öffentlich.

Den Anstoß gaben Treffen in Dublin. Dort setzten sich europäische Regulierer mit Google und Meta zusammen und vereinbarten eine Task Force. SCCG Management verortet das Treffen im Frühjahr 2026. Die Task Force soll je Rechtsordnung eine Datenbank zugelassener Betreiber erstellen.

Offen bleibt vieles:

  • Einen Starttermin nennt AffPapa nicht.
  • Unklar ist, ob die Beschränkungen Anzeigen, organische Treffer oder beides betreffen.
  • Die beteiligten Behörden und der Zeitplan sind laut SCCG Management nicht bekannt.
  • Eine Beteiligung der deutschen GGL nennt keine der beiden Quellen.

Was die KSA über Zwang und Verfahren sagt

Groothuizen stellte laut AffPapa fest, Tech-Plattformen profitierten von illegalen Glücksspielanzeigen und hätten wenig Grund, sie zu begrenzen. Er wünscht sich eine einvernehmliche Lösung, schließt Zwang aber nicht aus. Als Grundlage nannte er niederländisches Recht und den Digital Services Act. Die Durchsetzung gegen die größten Plattformen liegt bei der Europäischen Kommission. Ein Verfahren könnte sich über bis zu fünf Jahre hinziehen.

Die KSA hat ihren Schwerpunkt verlagert, weil sich Bußgelder bei nicht lizenzierten Betreibern schwer eintreiben ließen. Nun stehen Online-Sichtbarkeit und Zahlungswege im Fokus. Laut AffPapa nahm Groothuizen besonders Social-Media-Anzeigen in den Blick, die Minderjährige und selbstgesperrte Spieler erreicht hätten.

Was Spieler jetzt prüfen sollten

GoogleWatchBlog rät, vor dem Spielen zu klären, ob die Plattform seriös ist und der Anbieter eine gültige Lizenz hat. Praktisch heißt das:

  1. Den Anbieternamen im offiziellen GGL-Register suchen.
  2. Sich nicht auf Anzeigen oder Suchplatzierungen verlassen.
  3. Vergleichsportalen nur begrenzt vertrauen, da diese teils auf nicht lizenzierte Seiten verlinken.

Wer den Anbieter dort nicht findet, sollte ihn als nicht zugelassen behandeln. Weitere Hintergründe liefert die Seite zur Online-Casino-Whitelist.

Häufige Fragen

Ist Lizaro in Deutschland lizenziert?

Nein. Lizaro besitzt keine GGL-Erlaubnis und ist im offiziellen Register der zugelassenen Betreiber nicht aufgeführt. Da Online-Glücksspiel in Deutschland nur mit gültiger Lizenz erlaubt ist, fehlt die Grundvoraussetzung.

Entscheidend ist ein Eintrag im offiziellen GGL-Register. Anzeigen, gute Suchplatzierungen und Vergleichsseiten sind kein Beleg. GoogleWatchBlog empfiehlt, vor dem Spielen Seriosität und Lizenz zu prüfen.

Gilt Googles Anzeigenregel auch für Affiliate-Seiten?

Ja. Laut Gaming Intelligence erfasst die Richtlinie auch Affiliate-Seiten. GoogleWatchBlog ergänzt, dass Vergleichsportale mit Links auf nicht lizenzierte Plattformen aus Google Ads ausgeschlossen sind. Für die organische Suche gilt das nicht.

Wann kommt die EU-Whitelist?

Das ist offen. AffPapa nennt keinen Starttermin. SCCG Management schreibt, dass weder Zeitplan noch beteiligte Behörden bekannt seien. Auch der Umfang, also Anzeigen oder organische Suche, ist ungeklärt.

Quellen

Verantwortungsvolles Spielen

Inhalte für Personen ab 18 Jahren. Wir bieten keine Wetten und keine Links zu Wettanbietern an. Hilfe bei Glücksspielproblemen: BZgA-Telefonberatung 0800 1 37 27 00 (kostenlos).

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